Maternus-Kliniken AG schließt Geschäftsjahr 2011 im Rahmen der z ur Jahresmitte korrigierten Erwartungen ab

– Umsatzerlöse leicht von 111,8 Mio. € auf 110,9 Mio. € im Konzern zurückgegangen

– EBIT in Höhe von 5,1 Mio. € (Vorjahr: 7,7 Mio. €)

– Bereich Pflege liefert mit 84 Mio. € einen stabilen Segmentumsatz (2010: 83,9 Mio.€)

Berlin, 30. April 2012 – Die Maternus-Kliniken AG konnte das Geschäftsjahr 2011 nicht auf dem erfolgreichen Niveau des Vorjahres abschließen. Das Konzernergebnis hat sich auf einen Jahresfehlbetrag von 1,9 Mio. € (Vorjahresüberschuss: 2,0 Mio. €) reduziert. Grund hierfür ist in erster Linie die schlechte Entwicklung der Bayerwald-Klink in Cham sowie höhere Personalkosten durch den steigenden Fachkräftemangel in der Pflege im vergangenen Jahr. Daneben wurde das Ergebnis analog dem Vorjahr durch bilanzielle Einmaleffekte wie einer weiteren Zuschreibung von 4,0 Mio. € für die Klinikimmobilie Bad Oeynhausen sowie der Erhöhung der Drohverlustrückstellung von 1,2 Mio. € für das Mietausfallrisiko der Klinik in Cham beeinflusst. Auch weitere Einmaleffekte und deutlich erhöhte Instandhaltungsaufwendungen haben sich auf das Ergebnis ausgewirkt.

Die Umsatzerlöse des Konzerns haben sich im Vergleich zum Vorjahr (111,8 Mio. €) leicht auf 110,9 Mio. € verringert. Dementsprechend fiel auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit 10,2 Mio. € niedriger als 2010 (12,5 Mio. €) aus. Daraus ergibt sich eine reduzierte EBITDA-Marge von 9,2 Prozent nach 11,2 Prozent im Vorjahr. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank 2011 um 2,6 Mio. € auf 5,1 Mio. € (2010: 7,7 Mio. €). Nach Berücksichtigung von Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter wurde ein Konzernverlust vor Steuern (EBT) in Höhe von -2,0 Mio. € erwirtschaftet. Das EBT sank damit um 2,6 Mio. € im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (0,6 Mio. €). Der Verlust nach Steuern betrug im Jahr 2011 -1,9 Mio. € nach einem Gewinn von 2,0 Mio. € 2010. Auch die Auslastung der Einrichtungen ist im Berichtszeitraum leicht um 2,4 Prozentpunkte auf 78,9 Prozent gesunken. Erneut ist die Verringerung maßgeblich auf die restrukturierungsbedingt rückläufige Auslastung in der Bayerwald-Klinik, Cham im Segment Rehabilitation zurückzuführen.

Trotz einer leicht geringeren Auslastung mit 83,2 Prozent (Vorjahr: 84,0 Prozent) entwickelte sich der Segmentumsatz im Bereich der Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen stabil zum Vorjahr und lag bei 84,0 Mio. € nach 83,9 Mio. € 2010. Dahingegen hat sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) und nach Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter auf 3,8 Mio. € nach 6,8 Mio. € im Vorjahr reduziert. Dies ist insbesondere auf gestiegene Personalkosten zurückzuführen, da aufgrund des steigenden Fachkräftemangels die Personalknappheit weiter zugenommen hat. So musste an einzelnen Standorten des Unternehmens zusätzlich zur Stammbelegschaft auch qualifiziertes Fremdpersonal eingesetzt werden. Zudem beeinflussten erhöhte Instandhaltungsaufwendungen sowie Einmalkosten aus der SAP-Einführung das Ergebnis.

Einen deutlichen Auslastungsrückgang verzeichnete das Segment Rehabilitation, so lag die Auslastung mit 65,0 Prozent um 7,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert mit 72,5 Prozent. Im Geschäftsjahr 2011 ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio. € auf 26,9 Mio. € (Vorjahr: 27,9 Mio. €) zurückgegangen. Um 1,6 Mio. € ist der Verlust vor Steuern (EBT) und nach Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter auf 0,7 Mio. € (Vorjahresgewinn: 0,9 Mio. €) angestiegen. Die rückläufige Ergebnisentwicklung in diesem Segment ist ausschließlich auf die Erhöhung des operativen Verlustes in der Bayerwald-Klinik in Cham zurückzuführen, der auf 3,4 Mio. € anstieg (Vorjahresverlust: 2,5 Mio. €). Die Maternus-Kliniken erwarten jedoch für das laufende Geschäftsjahr eine wirtschaftliche Erholung der Einrichtung und gehen von einem positiven operativen Ergebnis vor Pachtzahlungen aus. Die Reha-Klinik in Bad Oeynhausen hat sich 2011 hingegen positiv entwickelt: Trotz rückläufiger Auslastung von 483 Patienten auf im Durchschnitt rund 450 Patienten (ohne Begleitpersonen) im Geschäftsjahr 2011 konnte der Umsatz der Klinik durch die deutlich vermehrte Behandlung schwerkranker Patienten auf Vorjahresniveau stabil gehalten werden. Operativ erwirtschaftete der Standort vor konzerninternen Zinsen ein ausgeglichenes Ergebnis.

Dietmar Meng, Vorstandsvorsitzender der Maternus-Kliniken AG, blickt auf das durchwachsene Jahr zurück: „2011 war ein sehr schwieriges Jahr, sowohl für das Segment Pflege als auch für das Segment Reha. Daher sind wir zufrieden, unseren Umsatz nahezu gehalten zu haben. Besonders belastet wurde das Ergebnis durch einen erheblichen Auslastungsrückgang bei unserer Klinik in Cham, der allerdings schon im dritten Quartal des Jahres wieder umgedreht werden konnte. Wir sind davon überzeugt, dass die Klinik künftig ein positives operatives Ergebnis vor Pacht erzielen wird. Mit der konzernweiten SAP-Einführung haben wir zudem einen letzten wichtigen Schritt hinsichtlich der Optimierung und Vereinheitlichung der Administration unseres Leistungsverbunds mit Cura umgesetzt.“ Zudem blickt Dietmar Meng zuversichtlich in die Zukunft: „Für das laufende Jahr 2012 erwarten wir eine Steigerung des EBIT sowie des Umsatzes. Zudem ist es unser Ziel, in beiden Segmenten die Auslastung wieder zu erhöhen. Denn trotz des schwierigen Jahres konnten wir zeigen, dass Maternus auf dem richtigen Weg und somit gut für die Zukunft gerüstet ist.“

Der Geschäftsbericht 2011 des Maternus-Konzerns wird ab dem 30. April 2012 auf der Internetseite www.maternus.de unter der Rubrik ‚Investor Relations‘ zum Download zur Verfügung stehen.


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