Ein Ende der Börsenkrise ist in Sicht

Nach den äußerst turbulenten vergangenen Monaten an den internationalen Finanzmärkten scheinen sich die Börsen weltweit wieder zu erholen, die Aktienindexe tauchen wieder aus der Tiefe auf und die Stimmung, die seit langem nicht mehr als entspannt zu bezeichnen war, lockert sich langsam wieder auf. In diesem Sommer schien das Motto an den Börsen weltweit „Nach der Krise ist vor der Krise“ zu lauten. Im Euroraum zog die Zahlungsunfähigkeit und Herabstufung Griechenlands, sowie die schwächelnde Finanzlage in Italien und Spanien die Börsen mit herunter, das kurzzeitig umgehende Gerücht, auch Frankreich stehe kurz vor einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit, trug auch nicht gerade zu einer Verbesserung bei. Die USA hatten noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Erstmalig in der Geschichte wurde nämlich ihre Topwertung tatsächlich nach unten gestuft. Dies folgte auf einen wochenlangen Kampf unter den Parteien, eine drohende Zahlungsunfähigkeit, um es kurz zu machen, eine gestandene Schuldenkrise.

Die Märkte hatten darunter am meisten zu leiden und die schlechte Stimmung übertrug sich auf die Börsen weltweit. Nun, wenige Wochen nach der Herabstufung der USA und dem knappen Vorbeischrammen an der Zahlungsunfähigkeit, scheinen sich jedoch die Börsen vieler Länder wieder zu erholen. Es wird jedoch auch deutlich, wie leicht diese aus dem Konzept zu bringen sind, man denke nur an den Aufruhr nach dem Gerücht, Frankreich würde herabgestuft werden. Allein das brachte einen Tag lang den gesamten europäischen Markt ins Wanken. Jürg Zeltner, CEO des UBS Wealth Management war schon vor den aktuellen Krisen der Meinung: „Weltweit werden 2011 Regierungen und Zentralbanken weit reichende politische und wirtschaftliche Entscheidungen treffen. Die werden auch für andere Länder zu spüren sein. Und daraus können internationale Währungs- und Handelskonflikte entstehen.“

Wie bereits erwähnt, entspannt sich die Lage wieder zusehends. So konnten am Anfang dieser Woche die Börsen in den USA wieder Gewinne verbuchen. Dennoch ist noch immer zu beobachten, dass die meisten Anleger Risikokäufe scheuen und sich in Investitionen retten, die so sicher wie möglich erscheinen, darunter vor allem Edelmetalle und auch Immobilien. Aktien haben es deshalb noch immer nicht leicht. Aus Angst vor einer neuen Rezession hatten sich die meisten Anleger in den letzten Wochen von Aktien abgewandt.


Schreibe einen Kommentar