Schwere Zeiten für Aktien

Die internationalen Finanzmärkte haben in diesen Tagen unter mehreren Krisen zu leiden. Zum einen die Kreditunwürdigkeit Griechenlands, die dem Euroraum zu schaffen macht und zum anderen die Schuldenkrise in den USA, die möglicherweise zur Zahlungsunfähigkeit des Landes führen könnte. Auch die europäischen Aktienmärkte spüren die Auswirkungen immer stärker. Dies soll sich laut Expertenmeinung auch in den kommenden Wochen nicht so schnell ändern. Dabei bescheinigt beispielsweise Jürg Zeltner, CEO des Wealth Management der UBS, Aktien allgemein in der heutigen Zeit ein hohes Potential.
Der immer weiter steigende Vertrauensverlust von Investoren macht den Märkten weltweit zu schaffen. Dies trifft genau in dem Moment ein, wo auch die konjunkturelle Situation immer schwieriger wird. Aktienanleger müssen derzeit, sowie auch in der nahen Zukunft, mit starken Schwankungen am Markt rechnen. So fiel beispielsweise der Dax in der vergangenen Woche um knapp drei Prozent. Wenn man sich von den Unternehmensbilanzen Unterstützung erhofft hatte, so wird diese Hoffnung ebenfalls enttäuscht. Die erstaunlich guten Quartalszahlen in den USA wurden von den deutschen Unternehmen in dieser Berichtssaison noch nicht erreicht. Doch noch haben nicht alle Unternehmenszahlen die Öffentlichkeit erreicht. Nächste Woche stehen zum Beispiel die der Münchener Rück und Allianz bevor. Auch BMW und die Deutsche Post werden ihre Ergebnisse in der nächsten Woche veröffentlichen. Auf diese Bilanzen werden die Anleger einen genauen Blick werfen.
Was jedoch die größte Sorge auf dem Finanzmarkt bereitet, ist die derzeit schlechte Lage der USA. Nicht nur die Schuldenkrise wirft einen Schatten über das Land, und könnte zu einer zeitweisen Zahlungsunfähigkeit führen, auch die US Konjunkturdaten sehen alles andere als rosig aus. Analysten messen diesen gerade jetzt eine besonders hohe Bedeutung zu. Unabhängig davon, ob eine Zahlungsunfähigkeit in der kommenden Woche abgewendet werden kann, steigt doch das Risiko des Verlusts der Top-Bonitätsnote der USA. Das Wachstum der Wirtschaft des Landes war im ersten Halbjahr eindeutig geringer, als es Experten im Vorfeld eingeschätzt hatten. Die Kaufkraft nahm ab und auch die Beschäftigtenzahlen gaben Grund zur Sorge, worauf sich auch die Anleger konzentrieren. Die Börsianer werden sich demnach auch in den kommenden Tagen, wenn nicht sogar Wochen, auf ein Auf und Ab an den Märkten gefasst machen müssen.


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